Mittwoch, 29. August 2012

Rezension zu eine dunkle und GRIMMige Geschichte

Eine Neuerzählung des Märchens "Händel und Gretel". Einen genauen Klappentext fand ich nicht und auf dem Buchrücken sind auch nur zwei Meinungen von Autoren zu dem Buch.















Als ich das erste Mal von den Buch las war ich hellaufbegeistert. Ein Buch, das die Geschichte um Hänsel und Gretel neu erzählt? In einer düsteren Fasade? Wie könnte mir das nicht gefallen, dachte ich fälschlicherweise. Da ich auch nie etwas schlechtes zu der Geschichte gelesen habe kaufte ich es und begann vor gut 4 Monaten mit dem Lesen.
Es war eine Enttäuschung sondergleichen. Die Seiten zogen sich wie Kaugummi und mir wollte es nicht recht gelingen fahrt aufzunehmen. Aus Angst wieder ein Lesetief zu bekommen legte ich es erstmal zur Seite. Zu dem Zeitpunkt hatte ich etwa die Hälfte gelesen. Nun holte ich es im Zuge der Aufgaben Challenge wieder hervor, denn schließlich ist eine dunkle und GRIMMige Geschichte das Buch mit dem längsten Titel auf meinem SuB. (Das es hier eigentlich schon gar nicht mehr wirklich auf dem SuB lag ignorieren wir bitte ;))

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Ende, wie eigentlich alle Kapitel Enden, schlichtweg blöd finde. Da ich nicht spoilern will verrate ich dazu mal nicht mehr, aber Fakt ist, dass mir die Auflösungen der Handlungsstränge in  den meisten Fällen nicht gefielen oder ich sie einfach schon von Anfang an vorher sehen konnte. Gerade letzteres sorgte oftmals dafür, dass ich nicht weiter lesen wollte, weil mir der Schreibstil nicht lag und das lesen zu einer Qual wurde.

Wie schon angesprochen mochte ich den Schreibstil nicht. Das ich den Auktorialen Erzähler an sich nicht sonderlich mag ist eine Sache. Allerdings las ich auch schon Bücher, bei denen dieser ebenfalls gewählt wurde und die mir auch gefielen. Zudem ist auch dies für Märchen typisch. Viel mehr hat mich hier auch gestört, dass es zwischen der Geschichte immer wieder Passagen gab, in denen der Erzähler selbst etwas gesagt hat. Diese Teile haben für mich aber das Ziel unterhaltsam und lustig zu wirken verfehlt. Ich fand diese Teile durchgehend unpassend und einfach nur nervig.

Zuletzt will ich noch ein paar Worte zu Charakteren und Ideen verlieren. Die Ideen waren an sich gar nicht mal schlecht. Da war der Autor meiner Meinung nach tatsächlich kreativ und brachte einiges ein, was ich doch unterhaltsam fand. Dafür waren dann aber wiederum die Charaktere nichts für mich. Ich kann gar nich so recht sagen warum, aber irgendwie hingen mir Hänsel und Gretel schon nach den ersten Seiten, auf denen sie auftauchten, aus den Ohren raus. Sie nervten mich mit der naiven Art.

Fazit: Alles in allem schätze ich habe ich mir von dem Buch einfach zu viel erhofft. Für mich war es überhaupt nichts und ich habe mir vorgenommen kein Buch, das Märchen auf diese Weise neu Erzählen will, nochmal in die Hand zu nehmen. Viele werden damit ihre Freude haben. Für mich ist es nicht und  darum gibt es von mir 1.7 von 5 schauerhaften Hexenhütten aus Lebkuchen im Wald.

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